Kultur gemeinsam erleben

KTG-Empfehlung: familienalbum.karlsruhe

von Martin Faller

Die persönliche Empfehlung der Kunst- und Theatergemeinde

Auch in Karlsruhe ist es den Nationalsozialisten gelungen, die davor alltägliche Anwesenheit jüdischer Kultur in der Stadt an den Rand zu drängen und fast unsichtbar zu machen. Autorin Lisa Sommerfeldt macht sich für das Stück familienalbum.karlsruhe auf die Suche nach Spuren der Familie des jüdischen Karlsruher Komponisten und Architekten Richard Fuchs. Aufgrund der Existenz vieler Zeitdokumente ist es möglich, dieses verloren gegangene Erbe ins Gedächtnis zurückzuholen und den Lebensweg der Familie zu verfolgen. Fuchs‘ Musik sowie dokumentarisches Material werden in der Inszenierung von Kevin Barz (Leiter des Digitaltheaters) und der musikalischen Gestaltung von Paul Brody zum Leben erweckt.

Ausgehend von der Geschichte des in Karlsruhe geborenen jüdischen Komponisten und Architekten Richard Fuchs, fragen wir uns: Was können wir aus unserer Stadtvergangenheit lernen und welche Kontinuitäten oder Brüche gibt es für die Gegenwart?
Der Komponist Paul Brody untersucht Fuchs‘ klangliches Werk. Autorin Lisa Sommerfeldt entwirft einen vielschichtigen Text für junges Publikum.

Premiere
Donnerstag, 24. September 2026, 18:00 Uhr, Insel

Sonntag, 18. Oktober 2026, 18:00 Uhr, Insel

Freitag, 30. Oktober 2026, 18:00 Uhr, Insel

Montag, 09. November 2026, 19:00 Uhr, Insel

Dienstag, 15. Dezember 2026, 18:00 Uhr, Insel

Mittwoch, 27. Januar 2027, 18:00 Uhr, Insel

Bei Interesse bitte frühzeitig bei unserer Geschäftsstelle bestellen.


FAMILIENALBUM.KARLSRUHE

von Lisa Sommerfeldt
Auftragswerk | Uraufführung

Ab 12 Jahren

Soni lebt mit ihrer Schwester und ihren Eltern in einem wunderschönen Haus in der Kriegsstraße 120 in Karlsruhe. Sie hat Freund:innen und spielt gerne Fußball. Es wäre alles gut, wenn es nicht das Jahr 1934 wäre, die Nazis seit einem Jahr an der Macht wären und Jüdinnen und Juden zum Feindbild erklärt hätten. Denn Soni und ihre Familie sind jüdisch, wenn auch nicht besonders gläubig. Sonis Vater ist sogar der bekannte Architekt und Komponist Richard Fuchs, aber auch das schützt sie nicht. Schweren Herzens verlassen sie ihr Heimatland und fliehen nach Neuseeland. Doch die Ereignisse in Deutschland holen sie auch in der Ferne ein …

Lisa Sommerfeldt beweist in diesem Auftragswerk einmal mehr ihr Feingefühl für diese Epoche deutscher Geschichte. Anhand unzähliger Tagebuch- und Archiveinträge, Fotos und Gespräche mit Angehörigen katapultiert sie uns ins Karlsruhe der 1930er-Jahre und erzählt uns den fesselnden Weg der historischen Familie Fuchs.

Eine Kooperation mit dem Digitaltheater

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