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Dienstag, 28.03.2020, 19.30 Uhr, Grosses Haus - Faust

FAUST - Der Tragödie erster Teil von Johann Wolfgang Goethe

Wir weisen Sie darauf hin, dass während der Vorstellung über einen längeren Zeitraum intensive Lichtblitze durch Stroboskope eingesetzt werden.

Der Klassiker aller Klassiker kommt wieder auf die Bühne. Ein Mann zwischen Furcht und Freiheit ist auf der Suche nach dem, „was die Welt im Innersten zusammenhält“: Goethe sah im Wissenschaftler Faust den modernen Menschen schlechthin und arbeitete sein ganzes Leben an dieser Schlüsselfigur. Die tiefgreifenden gesellschaftlichen und politischen Umbrüche vom Absolutismus zum Bürgertum, vom Untertanen zum freien Bürger, Forscher, Unternehmer diskutiert er in seinem Hauptwerk. Faust begreift sich nicht mehr als ein Teil von Gottes Plan, sondern versucht, seinen eigenen Weg zu verfolgen. Und dennoch geht ein Riss durch diese Figur: Dem Drang nach unbegrenzter Erkenntnis steht die Sehnsucht nach Einklang mit der Natur gegenüber. Das junge, unerfahrene Gretchen wird zum Objekt seines Begehrens. Mithilfe von Mephisto gelingt es Faust, die junge Frau zu verführen und an sich zu binden. Aber trotz Gottesfurcht und sozialer Hörigkeit wird sie zur unfreiwilligen Doppelmörderin an der Mutter und dem eigenen Kind. Dann verstoßen sie Kirche und Gesellschaft – und ihr Liebhaber lässt sie im Stich.

Michael Talke arbeitet zum ersten Mal in Karlsruhe. Als freischaffender Opern- und Schauspielregisseur inszenierte er am Deutschen Theater Berlin, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Köln und am Schauspiel Düsseldorf.

REGIE Michael Talke BÜHNE Barbara Steiner KOSTÜME Inge Medert LICHT Christoph Pöschko MUSIK Johannes Mittl DRAMATURGIE Roland Marzinowski, Nele Lindemann THEATERPÄDAGOGIK Benedict Kömpf

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