Kultur gemeinsam erleben
Sonntag, 22. Februar 2026, 16 Uhr, Großes Haus - Tamerlano
von Martin Faller
Tamerlano
48. INTERNATIONALE HÄNDEL-FESTSPIELE
Dramma per musica von Georg Friedrich Händel
Libretto von Nicola Francesco Haym
In italienischer Sprache
Ab 12 Jahren
Händels Tamerlano galt schon im Entstehungsjahr 1724 als politisches Statement: Leicht konnte (und kann noch immer) die auf historischen Ereignissen fußende Geschichte um den osmanischen Sultan Bajazet, der nach verlorener Schlacht vom tyrannischen Mongolenführer Tamerlan eingekerkert und in den Selbstmord getrieben wird, in Beziehung zu aktuellen Ereignissen gesetzt werden.
Dass auch für den Komponisten dieses Werk weitaus mehr bedeutete als die Gelegenheit, Bravourarien aneinanderzureihen, zeigt sich in der ungewöhnlich dramatischen Ausgestaltung der Rezitative, die der Handlung Priorität einräumen – und wohl auch in der Tatsache, dass mit Bajazet eine Heldenhauptrolle lebensnah einem Tenor statt der widernatürlichen Stimme eines Kastraten zugedacht wurde: für René Jacobs eines der dramaturgisch stärksten Werke Händels. Sein mit dem Freiburger Barockorchester jüngst erarbeiteter Tamerlano findet zum krönenden Abschluss einer ausgedehnten Konzerttournee, wenn die Oper bei den Händel-Festspielen 2026 auch szenisch zur Aufführung kommt. Mit der Fächerstadt verbindet dieses Werk eine besondere Geschichte: 1924 erfuhr es hier seine erste Wiederaufführung in der Neuzeit.
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