Kultur gemeinsam erleben
Der Goldene Fächer
DER GOLDENE FÄCHER ist ein Publikumspreis, der von der Kunst- und Theatergemeinde Karlsruhe gestiftet ist.
Er wird jährlich an junge Künstler:innen im Wechsel der drei Sparten (Oper-Ballett-Schauspiel) vergeben, die Kandidat:innen werden vom Badischen Staatstheater vorgeschlagen.
In der Spielzeit 2025/2026 sind vier Nachwuchssängerinnen für die Auszeichnung vorgeschlagen:
Entscheidend ist, wie die Abonnent:innen die Sängerinnen in den Produktionen des Badischen Staatstheaters erleben und sich so ein Urteil bilden können. Deshalb sind in den jeweiligen biografischen Notizen jene Produktionen aufgeführt, in denen die Sängerinnen schon aufgetreten sind bzw. auftreten. Die Vorstellung der Kandidatinnen erfolgt in alphabetischer Reihenfolge.
Die 19. Verleihung des „Goldenen Fächers der Kunst- und Theatergemeinde“ erfolgt am Montag, 22. Juni, 17:30 Uhr im Neuen Entrée des Badischen Staatstheaters.
Martha Eason
Die US-amerikanische Sopranistin studierte Gesang an der Indiana University und war 2015 Mitglied des Resident Artist Program an der Opera North in New Hampshire. Ihr Deutschlanddebüt gab sie als Zerbinetta mit der Berlin Opera Group und war beim Glyndebourne Festival, daran anschließend sang sie bei einem Gastspiel der Komischen Oper Berlin an der Pariser Opéra-Comique. Weitere Auftritte hatte sie seit 2018 in Leipzig und Münster. Von 2018 bis 2024 war sie im Ensemble des Oldenburgischen Staatstheaters, im September 2024 sang sie im Prager Nationaltheater in Der Rosenkavalier. Mit Beginn der Spielzeit 2024/25 gehört Martha Eason dem Ensemble des Badischen Staatstheaters an.
In der Spielzeit 2024/2025 war sie als Avis in The Wreckers, Norina in Don Pasquale, Adele in der Fledermaus und als Sophie im Rosenkavalier zu erleben. In der Spielzeit 2025/2026 ist sie in den Neuproduktionen Les Boréades (als Sémire), Breaking the Waves (als Bess), Midsummer Night’s Dream (als Titania) sowie in der Wiederaufnahme von Cavalleria/I Pagliacci (als Nedda) zu hören.
Marie-Sophie Janke
Die 1998 in Wien geborene Mezzosopranistin studierte Gesang an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in ihrer Heimatstadt. Im Jahr 2022 gewann sie den Wettbewerb „Zukunftsstimmen“ von Elina Garanca. Im Sommer 2023 gab sie gemeinsam
mit Kammersänger Robert Holl einen Liederabend, im März 2024 hatte sie mit dem Liederzyklus „La Bonne Chanson“ von Edgar Fauré ihr Debüt im Musikverein Wien. Im September 2024 wurde sie mit dem Frederica-von-Stade-Preis beim achten Otto-Edelmann-Wettbewerb Wien ausgezeichnet. In der Spielzeit 2023/24 gehörte die Sängerin zum Opernstudio des Oldenburgischen Staatstheaters und seit Februar 2025 zum Ensemble des Badischen Staatstheaters.
In der Spielzeit 2024/2025 war sie als Octavian im Rosenkavalier und als Olga in Eugen Onegin zu erleben. In der Spielzeit 2025/2026 singt Marie-Sophie Janke die Zerlina in der Wiederaufnahme von Don Giovanni, den Hänsel in Hänsel und Gretel, Dodo in Breaking the Waves, Isoletta in La Straniera und Hermia in Midsummer Night’s Dream.
Florence Losseau
Die deutsch-französische Mezzosopranistin startete ihre Gesangskarriere im Kinderchor des Staatstheaters am Gärtnerplatz in ihrer Heimatstadt München. Nach ihrem Studium an der Hochschule für Musik und Theater in München und der Theaterakademie
August Everding war sie Mitglied des Opernstudios am Landestheater Linz. Dort sang sie u.a. die Titelpartie in Brittens The Rape of Lucretia. Für ihre Interpretation des Annio in La Clemenza di Tito wurde sie 2020 mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis als beste Nachwuchssängerin ausgezeichnet. Gastengagements führten sie u.a. nach Lyon, zu den Tiroler Festspielen Erl und zu den Bregenzer Festspielen. Seit der Spielzeit 2022/23 gehört Florence Losseau fest zum Ensemble des Badischen Staatstheaters.
In der Spielzeit 2024/2025 sang sie Orlowsky in Die Fledermaus, Donabella in Così fan tutte, Hänsel in Hänsel und Gretel, Octavian im Rosenkavalier und Olga in Eugen Onegin. In der Spielzeit 2025/2026 ist sie als Donna Elvira in der Wiederaufnahme von
Don Giovanni und weiterhin als Olga in Eugen Onegin und als Octavian im Rosenkavalier zu erleben. In La straniera übernimmt sie die Rolle der Isoletta, in Rigoletto die Rolle der Maddalena.
Anastasiya Taratorkina
Die deutsch-russische Sopranistin, Gewinnerin des 1. Preises und des Publikumspreises beim 70. Internationalen ARD-Musikwettbewerb in München, studierte am Glinka Konservatorium in Nowosibirsk und im Master-Studium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Danach gehörte sie zwei Spielzeiten dem Ensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden an, wo sie u.a. in Rigoletto, Falstaff, Der Rosenkavalier, Die Zauberflöte, Der Freischütz, Fidelio und in Wagners Ring des Nibelungen zu erleben war sowie die Rolle der Oryx in Eichbergs Uraufführung Oryx and Crake kreierte. Gastverträge führten sie zu Opernhäusern z.B. nach Dresden, Bonn, Fankfurt und Meinungen und zu Konzerthallen- und Kirchenkonzerten sowie zu Musikfestivals. Mit der Spielzeit 2024/25 ist Anastasiya Taratorkina Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters.
Sie hat in der Spielzeit 2024/2025 Gretel in Hänsel und Gretel, Adele in Die Fledermaus und Oenome in Phèdre gesungen und im 5. Sonderkonzert die Sopranpartie in Mozarts Requiem. In der Spielzeit 2025/2026 übernimmt sie Alphise in Les Boréades, Constance in Dialogues de Carmélites, Gilda in Rigoletto, Sophie in Rosenkavalier und die Titelpartie Atalanta in Händels gleichnamiger Oper (konzertant).
Historie
Der Goldene Ehrenfächer
2025: für Elisabeth Knorre als langjähriges Direktoriumsmitglied und viele Jahre Stellvertretende Vorsitzende
Der Stellvertretende Vorstand Dr. Günther Philipp würdigte ihre großen Verdienste in seiner Laudatio, und dankte herzlich für ihr jahrelanges, vielfältiges Wirken für die KTG, mit dem sie zum unverzichtbaren Bestandteil des Vereins und verdienten Ehrenmitglied wurde. Bereits Ende der 1990er-Jahre begann Elisabeth Knorre ihre Tätigkeit für die Geschäftsstelle der KTG, bei der sich ihr organisatorisches Geschick und ihr Kommunikationstalent bei Informationsvermittlung und persönlicher Betreuung und Beratung als Glücksfall erwiesen. Großes Anliegen sei für Elisabeth Knorre von Anfang an gewesen, dass die Kunst- und Theatergemeinde ihren Platz im kulturellen Leben Karlsruhes und darüber hinaus behalte und nach Möglichkeit stärken könne. Dies setzte sie in der Aufnahme und intensiven Pflege von Kontakten zu Theatern und anderen kulturellen Einrichtungen, und der Mitwirkung an der inhaltlichen Gestaltung der KTG-Jahresprogramme im konstruktiven Miteinander mit der Theaterleitung des Badischen Staatstheaters um. Angesichts ihrer breit gestreuten Interessen, ihrer Kompetenzen und ihres großen Engagements für die KTG sei es geradezu selbstverständlich gewesen, dass Elisabeth Knorre Mitglied der Leitungsorgane der Kunst- und Theatergemeinde wurde: zunächst im Direktorium, dann im Vorstand und schließlich als Ehrenmitglied.
Elisabeth Knorre freute sich über die Würdigung und betonte, wie wichtig die Berührung mit Kunst und Theater im familiären Kontext und der frühen Schulzeit für Sie gewesen sei. Sie endete mit einem leidenschaftlichen Aufruf an die Abonnent:innen: „Gehen Sie weiterhin mit Freude ins Theater, genießen Sie Altbewährtes, aber wagen sie auch Neues. Und noch wichtiger ist: Geben Sie die Begeisterung, die Sie beim Zuschauen empfinden, weiter an zukünftige Generationen. Denn auch die sollen Kunst genießen können. Abschließend möchte ich noch sagen: Kunst braucht Freiheit. Und es ist an uns, alles dafür zu tun, dass uns diese Freiheit weiter erhalten bleibt.“
2024: für Wilfried Faller für 27 Jahre Geschäftsführer und Direktoriumsmitglied
Wilfried Faller wurde 1997 zum Geschäftsführer gewählt und ist seitdem auch Mitglied des Direktoriums. Hans-Gerd Köhler würdigte seine außerordentlichen Verdienste um die KTG, für die Faller mit großem persönlichen Engagement als erfolgreicher Multiplikator von Abonnent:innen und kluger Finanzverwalter gewirkt habe. Daneben begründete Faller mit den Mitgliedern des Direktoriums eine Stiftung, und sorgte nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Geschäftsführers im September 2023 durch tatkräftige Unterstützung seines Nachfolgers Michael Ständer für einen nahtlosen Übergang. Köhler dankte Wilfried Faller im Namen der KUNST- UND THEATERGEMEINDE nochmals insbesondere für den enormen Einsatz in den schwierigen Zeiten der Theaterschließung und verkündete mit großem Bedauern das Ausscheiden Fallers aus dem Direktorium zum Ende der Spielzeit.
2023: für den langjährigen Vorsitzenden Prof. Jürgen Ulmer
Am 20. Juni 2023 verabschiedete die Kunst- und im Neuen Entrée des badischen Staatstheaters ihren langjährig tätigen Vorsitzenden Professor Jürgen Ulmer. Die Persönlichkeit und die außerordentlichen Verdienste Ulmers um die KTG wurden mit der Überreichung des GOLDENEN EHRENFÄCHERS der KTG gewürdigt. Fast ein viertel Jahrhundert lang leitete Prof. Ulmer seit 2004 die Kunst- und Theatergemeninde. Er setzte sein großes Führungsgeschick mit Umsicht ein und so gelang es ihm, die KTG auf eine solide Basis zu stellen. Die Kunst- und Theatergemeinde dankt ihm für seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz von ganzem Herzen.
2022: für den ehemaligen Generalmusikdirektor Justin Brown
Am 19. Juli 2022 wurde Justin Brown mit dem GOLDENEN EHRENFÄCHER der KTG für seine außergewöhnliche künstlerischen Leistungen ausgezeichnet, den KTG Vorsitzender Professor Jürgen Ulmer dem ehemaligen Generalmusikdirektor des Badischen Staatstheaters im Anschluss an das 5. Sonderkonzert überreichte. "Lieber Herr Justin Brown, Sie haben in den 12 Jahren Ihres Wirkens am Badischen Staatstheater allen musikbegeisterten Theaterbesuchern unvergessliche, herausragende Oper- und Konzerterlebnisse beschert. Die Badische Staatskapelle unter Ihrer Leitung lief immer wieder zu absoluten Höchstleistungen auf. Dafür danken wir Ihnen heute von Herzen", so Professor Ulmer in seiner Laudatio.
Den selten verliehenen GOLDENEN EHRENFÄCHER der KTG erhielten zuvor:
2019 Kammertänzerin Prof. Birgit Keil, Ballettdirektorin
2011 Achim Thorwald, Intendant
2008 Anthony Bramall, Generalmusikdirektor
Die bisherigen Preisträger:innen
Preisträgerin 2023/2024: Frida Österberg (Schauspiel)
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