Kultur gemeinsam erleben
Montag, 11. Januar 2027, 19:30 Uhr, Großes Haus
von Martin Faller
4. SINFONIEKONZERT
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Violine und Orchester D-Dur KV 218
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
Zum Zeitvertreib und für den eigenen Gebrauch als fürsterzbischöflicher Konzertmeister in Salzburg komponierte der 19-jährige Mozart 1775 binnen eines Dreivierteljahres vier Violinkonzerte voll jugendlichem Charme und Esprit. Das D-Dur-Konzert KV 218, das Mozarts zufolge „wie Öhl“ geht, zeichnet sich vor allem durch seine rhythmische Agilität und ausdrucksvolle Kantabilität aus.
Mit seiner 5. Sinfonie verließ Gustav Mahler zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Welt der Wunderhorn-Poesie seiner ersten vier Sinfonien und trat in eine neue Schaffensphase ein. Die fünf Sätze sind durch stark kontrastierende Charaktere bestimmt: Monumentalität, Witz und humorvolle Leichtigkeit, Gelassenheit und Ruhe sowie stürmische Raserei. „Eine Symphonie muss wie die Welt sein. Sie muss alles enthalten“, war das Credo des Komponisten, dessen „Fünfte“ im Adagietto auch eine Liebeserklärung an seine spätere Frau Alma barg. Mit seiner tiefempfundenen Innigkeit gehört dieser Satz – spätestens seit der Verwendung in Viscontis Filmklassiker Tod in Venedig – zu Mahlers populärsten Kompositionen.
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Dirigent |
Kazushi Ono |
Jacques Forestier
Der 2004 geborene kanadische Geiger begann im Alter von zwei Jahren mit dem Geigenspiel, gab mit elf Jahren sein Konzertdebüt mit dem Edmonton Symphony Orchestra und tritt seitdem in ganz Nordamerika, Europa und Asien auf. Er wurde zu einem der „Top 30 Hot Canadian Classical Musicians Under 30“ gekürt und gewann 2024 den 1. Preis und den Publikumspreis beim Internationalen Joseph-Joachim-Wettbewerb.
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