Kultur gemeinsam erleben

Samstag, 21. Februar 2026, 19 Uhr, Kleines Haus - Furcht und Elend des Dritten Reichs

von Martin Faller

von Bertolt Brecht

Ab 15 Jahren

Ein Ehepaar, das fürchtet, von seinem Sohn denunziert zu werden. Eine jüdische Frau, die ihren Mann verlassen und ins Exil gehen wird, weil die Gesellschaft ihn ausgrenzt. Ein Paar, das die Verhaftung ihres Nachbarn mit anhört, den es verraten hat. Oder eine Familie, deren toter Sohn in einem verschlossenen Zinksarg gebracht wird, sodass nicht mehr erkennbar ist, wie er starb. In seinem 1938 uraufgeführten Stück Furcht und Elend des Dritten Reiches erzählt Bertolt Brecht, wie ein diktatorisches System den Alltag, das soziale Gefüge und die familiären Strukturen der deutschen Gesellschaft ergreift.
Für Regisseur Timofey Kuljabin erfasst dieses System die Sprache selbst. Seine Inszenierung schlägt einen Bogen von lauter Propaganda hin zum Verstummen und fokussiert auf die unheimliche Gegenwärtigkeit des Brecht‘schen Stoffs.
Bis zum Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine war Timofey Kuljabin künstlerischer Leiter des Theaters Rote Fackel in Nowosibirsk und inszenierte u. a. am Moskauer Theater der Nationen und am Bolschoi-Theater. Seither Arbeiten u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Nationaltheater Sofia, an der Opéra National de Lyon und am Dailes Theater in Riga (In der Einsamkeit der Baumwollfelder mit John Malkovich). Im Sommer 2024 hat Kuljabins Inszenierung von Iphigenie in Aulis beim Athens and Epidauros Festival Premiere.

Karten zum Preis von € 30,-     Buchungsformular aufrufen

 

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