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Sonntag, 30.10.2022, 18.00 Uhr, Kleines Haus - Anna Iwanowa

ANNA IWANOWA

nach Anton Tschechow

 

„Was ist los mit mir? In welchen Abgrund jage ich mich?“, fragt Anna Iwanowa. Ihr Gut ist hochverschuldet. Die Gefühle für ihren Mann sind nach fünf Jahren Ehe abgeflaut, ebenso ihr früheres Interesse für politische Reformen. Als die Ärztin ihrem Mann eine unheilbare Lungenkrankheit diagnostiziert, sieht sie sich dennoch nicht in der Lage ihm beizustehen, sondern flieht immer häufiger in die heiteren Abendgesellschaften auf dem Gut der reichen Nachbarn. Dort verliebt sich deren Sohn Sascha heillos in die deutlich ältere Iwanowa. Ein neues Glück wäre denkbar. Denn nach dem Tod ihres Mannes scheint der Weg frei für eine neue – sie auch finanziell sanierende – Liebe zum jungen Sascha. Doch Iwanowa ist eine hoffnungslose Melancholikerin. Sie zweifelt an der Kraft der Liebe wie an der Zweckhaftigkeit zu Handeln. Der unbeirrbare Glaube an Fortschritt und eine glückliche Zukunft ist ihr abhandengekommen. Das menschliche Leben empfindet sie in all seiner Absurdität und Lächerlichkeit als vollkommen sinnlos.

Schauspieldirektorin Anna Bergmann wirft einen neuen Blick auf Tschechows erstes Theaterstück Iwanow und erzählt aus der Perspektive der in dieser Inszenierung weiblichen Titelfigur. Die privaten Schicksale ereignen sich in Bergmanns Inszenierung vor dem Hintergrund einer nahenden globalen Katastrophe – es droht das Ende der Welt, wie wir sie bisher kannten.

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